Vereinsmaterial und Bogenkauf
Zur Gewinnung neuer Interessenten und zum Ausprobieren stehen im Verein 10 Recurvebögen (12 bis 32 lbs) nebst Zubehör wie Armschutz, Fingerschutz (Tab) und Pfeilen zur Verfügung. Zudem besitzen wir Sehnengalgen und Befiederungsgerät. Hiermit soll nicht nur das Leihmaterial gepflegt werden - die Geräte stehen auch den Mitgliedern leihweise zur Verfügung.
Die Vielfalt im Bogensport ermöglicht es nicht, allzuviele Ersatzteile wie Federn etc. im Verein vorzuhalten.
Die Vereinspfeile (die mit dem Pfeilgeld regelmäßig ergänzt bzw. repariert werden) sind überwiegend Fertigpfeile der Hersteller Beman - diese liegen beim Einkauf um die 4,50 €.
Nach etwa 3 Trainingseinheiten schicken wir Neumitglieder zum Materialkauf bzw. Leihen (siehe Linkliste). Der größte Anbieter ist die Firma Sherwood Bogensport in Herne - dort machen wir bisher gute Erfahrungen. Die Beratung ist angesichts des dort meist herrschende Andrangs bewundernswert geduldig. Man sollte allerdings Zeit mitbringen, denn trotz teilweis bis zu 10 Mitarbeitern kann es bisweilen Stunden dauern, bis man dran ist. Man nehme dies dann positiv als innere Prüfung und Vorbereitung auf den weiteren Bogensport bzw. die eigene Einstellung dazu. Das ist nicht als Witz gemeint: Man kann durch Zuhören bei der Beratung Anderer, die vorher da waren, sehr viel lernen und sollte dafür dankbar sein. Ist man dann dran, bekommt man alle Zeit der Welt, die man braucht. Dadaurch baut sich dann auch der Streß, den so mancher beim Warten bekommen mag, in wunderbarer weise wieder ab. Wer es wirklich eilig hat, für den ein Tipp: 30 Minuten vor Öffnung des Geschäftes dort sein, Türklinke anfassen und nicht mehr loslassen - das erspart bisweilen 2 bis Stunden Warten.
Zur Bogenwahl: Den ersten eigenen Bogen kauft man nicht - egal wie scharf man darauf sein mag. Man leiht und probiert, denn nach wenigen Wochen steigert man das Zuggewicht und braucht neue Wurfarme, und nach 6 Monaten gefällt einem oft auch das erste Mittelteil nicht mehr und man liebäugelt mit etwas Besserem. Deshalb gibt es Leihprogramme, bei denen die Miete sogar später beim Kauf des ersten echten eigenen Bogens angerechnet wird. Bei den Pfeilen empfehlen wir dem Anfänger die "Zeltstangen" von Beman aus Carbon. Alupfeile werden auch oft empfohlen. Da diese verbiegen können, wenn man das Holz trifft, was anfangs oft passiert, halten wir Carbon aber für "ehrlicher" - das ist entweder kaputt oder es bleibt halt gerade und ganz. Mit verbogenen Pfeilen geht viel Spaß verloren, denn so richtig gerade bekommt man sie eigentlich nicht wieder. Also: Man kaufe sich 6 oder 9 Erstpfeile und wenn man nur noch 2 übrig hat, geht man hin und kauft sich ein paar Bessere, so um die 8 bis 12,-€ pro Stück - die lernt man dann schnell zu schätzen.
Armschutz und Fingertab / Handschuh sollte man gleich vom Feinsten, am besten aus Leder kaufen - natürlich nach Probe im Laden. Köcher selbst basteln oder einen einfachen z.B. Aurora kaufen. Leder ist natürlich auch hier fein
Visier - nun ja wir bilden alle Schützen erst am Blankbogen aus und sind der Meinung, ein paar Wochen Blank dürfen es schon sein - man bekommt dabei mehr Gefühl und Konzentration für die wirklichen Abläufe beim Schuss - eigentlich ist ein Visier ein -wenn auch grandios funktionierendes - Täuschungsinstrument. Trifft man schlecht, neigt man dazu, dies auf das Visier zu schieben - das erleben wir immer wieder. Es wird dann verstellt und getunt - statt zu schauen, was der Schütze falsch macht. Hat man erst einmal das Blankschießen so weit erarbeitet, dass man auf 30 Meter fast stets im Rot und Gelb liegt (122cm Scheibe), kann man - wenn man dann noch will - sehr gut auf ein Visier umsteigen, Bleibt man nach einem Test dabei, lieber gleich ein stabiles und gutes kaufen.
Ach ja - Bogenausrüstung im Internet - BITTE NICHT ! Der Bogensport gehört ins Fachgeschäft - erst wenn man Materialien und Pfeile genau kennt, sollte man über das Internet kaufen. Es gibt zu viel billiges Zeug und zu viele Varianten - man erkennt die Unterschiede oft erst, wenn es zu spät ist. Auch sogenannte Einsteigersets sind meist billig zusammengestellt oder gar unbrauchbar. Zudem wird die Unwissenheit der Besteller oft ausgenutzt. Das ist wiklich so und keine Übertreibung.


