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Hellerhofer SV: Expandierende Hockey-Abteilung sucht Halle für Wintersaison

03.02.2006

Immer mehr Kinder und Jugendliche im Düsseldorfer Süden wollen beim Hellerhofer SV Hockey spielen, sagt Trainer Wolfgang Paniczek. Doch die Mannschaften haben in der Wintersaison zu wenig Hallenplätze fur das Training.

Wochenpost vom 31.01.2006

>>Sportstadt<< ohne Sportstätte?

Hellerhof (ak). Der Hockey-Sport boomt im Düsseldorfer Süden. Rund zweieinhalb Jahre nach ihrer Gründung feiert die Abteilung des Hellerhofer SV bereits erste Erfolge, unter anderem einen hohen Tabellenplatz beim laufenden Turnier um den Bezirks-Pokal Rhein-Wupper. Ober 130 Kinder und Jugendliche in sieben Gruppen zählt der Verein. "Wir expandieren und könnten noch 270 mehr aufnehmen", sagt Trainer Wolfgang Paniczek, "Doch wir haben ein Problem: im Winter gibt es zu wenig freie Plätze in den Sporthallen."
Zwischen Herbst- und Osterferien wird indoors gespielt, im Frühling und Sommer geht es wieder ins Freie auf das Spielfeld des Hellerhofer SV, der keine eigene Halle hat. Nun sind die Hockey-Kids auf andere Stätten angewiesen. Die aktuelle Lösung: alle zwei Wochen wird dienstags, donnerstags und freitags in der Sporthalle der Theodor-Litt-Realschule in Urdenbach trainiert.
Ein Provisorium, das dankbar angenommen wird, aber dennoch kein idealer Zustand. Doch andere Möglichkeiten sind derzeit nicht in Aussicht. "Alle Schulen und den Stadtsportbund haben wir angeschrieben", berichtet der 55-Jährige, "Und wenn eine Antwort kommt, dann heißt es nur, dass alles belegt ist." Und das, obwohl oder weil sich Düsseldort immer wieder gerne als "Sportstadt" präsentiert?
Neben dem Hellerhofer SV im Süden gibt es in Düsseldorf drei weitere Vereine mit Hockeysport: DHC in Oberkassel, DSD in Grafenberg und DSC in Gerresheim "Wir haben das Stadtgebiet so aufgeteilt, dass wir uns gegenseitig nicht die Mitglieder weg nehmen", erklärt Paniczek, "Doch wir sind der einzige Verein mit Hallenproblem, weil die Kapazitäten nicht mehr ausreichen."
Anfragen gibt es genug. Und die Beliebtheit der Sportart hat seinen guten Grund: "Es wird als Alternative zum Fußball gesehen", sagt Vereinssprecherin Ulrike Reich, "Es geht viel fairer zu. Allein durch die Haltung der Schläger geht man auf eine größere Distanz zum Gegner." Zudem fördere dieser Mannschaftssport nicht nur den Teamgeist, sondern auch die Motorik. "Man muss Kopf, Füße und Hände miteinander koordinieren", sagt Reich, "Das ist schon sehr anspruchsvoll."
Wer sich für Hockey interessiert oder den Verein unterstützen möchte, kann sich bei Wolfgang Paniczek unter Telefon 0211/706061 oder E-Mail paniczek@t-online.de melden.

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