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Rückblick auf die Wanderung im Juli 2005

13.07.2005

Herrliches Wanderwetter und tatendurstige Wanderfreunde das waren die Voraussetzungen für ein gelungenes Wanderwochenende im Rheinischen Westerwald. Details dazu im folgenden Bericht.

Im Rheinischen Westerwald
Seit Jahren schon hatten wir uns gewünscht, einmal etwas mehr Zeit fürs Wandern zu haben. Eine Wanderwoche oder zumindest ein Wanderwochenende sollte es sein, damit sich auch eine längere Anfahrt zum Startpunkt der Wanderung lohnt. Am Samstag, den 9. Juli 2005 war es soweit. 12 Wanderfreunde des HSV packten ihre Reisetaschen und ab ging es in Fahrgemeinschaften und mit viel Optimismus in den nördlichen Teil des Westerwaldes, auch Rheinischer Westerwald genannt. Im abgeschiedenen Luftkurort Horhausen, im Landkreis Altenkirchen, liegt außerhalb des Ortes und einsam im Wald das Waldhotel Heiderhof, unser Quartier für eine Nacht.

Direkt nach der Ankunft und der Zimmerübernahme wurden die Wanderschuhe angezogen, die Rucksäcke geschultert und ab ging es zur ersten Wanderung.
Christa Schmidt, des öfteren Gast bei unseren Wanderungen, hatte die Tipps zu diesem Wanderwochenende gegeben und auch im Wesentlichen die Vorarbeiten dazu geleistet. Sie führte uns durch Wald und Flur, vorbei an Stauseen und dem Lahrbach folgend nach Horhausen und weiter, die B 256 überquerend, zur Steiger Mühle.

Hier war die erste Rast angesagt.
Unter schattigen Bäumen stärkten wir uns mit Westerwälder Kartoffelsuppe und kernigem Schmalzbrot bevor es in nördlicher Richtung wieder zurückging. Auf zum Teil schmalen und aufgeweichten Waldwegen, ständig ansteigend, erreichten wir Güllesheim und das kleine Cafe Josi, welches mit leckerem Kuchen nochmals zur Einkehr einlud. Von hier aus waren es noch ca. 45 Minuten Fußmarsch, am Gablerkopf vorbei, bis zum Hotel, wo gegen 22:30 Uhr in geselliger Runde der erste Wandertag gemütlich ausklang.
Am Sonntag, dem zweiten Tag der Wanderung, ging es nach dem Frühstück in nördlicher Richtung und quer durch den Wald zunächst nach Peterslahr, einem kleinen Dorf mit einer sehenswerten Kirche (Barbarafigur), die wie viele andere in dieser Gegend im typischen Westerwälder Stil aus Natursteinquadern erbaut ist. Von hier führte die Wanderroute bis an die Wied und weiter flussaufwärts auf einer stillgelegten Eisenbahntrasse zur Hängebrücke. Auf schwankendem Steg ging es hinüber ans andere Ufer zum Kloster Ehrenstein, dem nordwestlichsten Punkt unserer Wanderung. Früher eine einflussreiche Klostergemeinschaft im Wiedtal wirkt die Anlage heute eher verlassen, macht aber einen gepflegten Eindruck. Die kleine Klosterkirche wird von der oberhalb des Ehrensteins gelegenen Gemeinde Altenburg für Gottesdienste genutzt. Nach kurzem Aufenthalt in der Kirche - die angenehme Kühle tat allen gut, und einige zündeten Kerzen an – wurde die vorletzte Tagesetappe angegangen. Der Weg führte uns wieder zurück über die Brücke und entlang der Wied, vorbei an Campingplätzen und Sommerhäuschen, durch stille Bachtäler bis zum Ferienhaus der Familie Schmidt. Hier wurden wir mit kühlen Getränken erwartet und auf dem Schwenkgrill brutzelten schon die Bratwürstchen und Fleischhappen.

Alle waren froh, endlich unter schattigen Bäumen die Füße auszustrecken und sich zu laben. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank der Familie Schmidt für ihre Bewirtung. Nach ausgiebiger Rast ging es ans letzte Teilstück der Tagestour. Nach kurzem aber steilem Anstieg auf schmalem Waldweg erreichten wir nach ca. 30 Minuten unser Wald-Hotel Heiderhof, wo noch einmal gemeinsam Kaffeepause gemacht wurde, bevor es für die Fahrgemeinschaften wieder nach Hause ging.
Fazit:
Zum ersten Mal haben wir uns an ein Wanderwochenende mit Übernachtung gewagt, und alle Teilnehmer waren zufrieden. Nicht nur das Wetter hatte mitgespielt und für gute Stimmung gesorgt. Die beiden Wanderungen führten durch reizvolle Gegenden und zu historischen Bauten und verlangten auch dem geübten Wanderer an einigen Stellen einiges ab. Mit 20 und 16 Kilometer Streckenlänge waren sie weder zu kurz noch zu lang. Herzlichen Dank unserer Gastwanderin Christa Schmidt für die vorzügliche Vorbereitung dieser Touren. Alle waren der Meinung, so etwas sollte mindestens einmal pro Jahr angeboten werden.

Mit sportlichem Gruß


Horst Fege

Bitte vormerken!
Die nächste Wanderung findet am 13.08.2005 statt. Horst Ruwiedel wird uns zu alten Wassermühlen an der Kürtener Sulz bei Kürten im Bergischen Land führen. Auch das wird mit ca.16 km Streckenlänge eine nicht ganz einfache Tour. Näheres dazu in Kürze an dieser Stelle und in der Tageszeitung.

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